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Unser Lehrbuch |
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Zu beziehen im Buchhandel: Werner
Verlag ISBN: 978-3-8041-5202-1 Gebührenfreie Bestellhotline: 0800-888-5444 |
Aus
dem Vorwort der Autoren: Mit Einführung der ImmoWertV ändert sich so manches in der
Immobilienbewertung, sodass eine umfassende Überarbeitung des Lehrbuchs
notwendig wurde. Dies liegt nun in der dritten Auflage vor. Die bisherige WertV 88 wird jedoch noch lange Zeit
Handwerkszeug des Sachverständigen bleiben, nicht nur dann, wenn er um ein
obergutachterliches Urteil gebeten wird, was alltägliche Praxis ist. Aus
diesem Grund enthält die vorliegende dritte Auflage auch eine kommentierte
synoptische Darstellung der ImmoWertV mit der WertV 88. So wird für den Leser
Vertrautes in Neues übertragen. ./. Zur Grundstückswertermittlung gibt es eine Fülle von
Spezialliteratur, in der jeweils nur besondere Aspekte behandelt werden.
Umfassende Literatur hingegen liegt auf einem hohen Niveau, das sich nur der
langjährige Profi erschließen kann. Es fehlte bislang ein Werk „für
Jedermann“, gleichsam für Einsteiger zum Lernen und für den Profi zum
Nachschlagen. Das „Lehrbuch zur Immobilienbewertung“ soll nun diese
Lücke schließen. Es erhebt schon durch die Titelwahl den Anspruch,
selbstinstruierend zu sein. Viele Beispiele, Grafiken, Lernzielübersichten,
Zusammenfassungen und Checklisten unterstützen die Erfüllung dieses
Anspruchs. In dem Lehrbuch spiegelt sich die langjährige an der
Praxis orientierte Referententätigkeit der Autoren in Aus- und Fortbildung
wider, so dass ein insgesamt einfach zu lesendes umfassendes Werk zur
Grundstückswertermittlung geschaffen werden konnte. Einige "Spezialthemen", wie zum Beispiel
"Rechte und Belastungen" oder "Mieten und Mietrecht"
werden im vorliegenden Buch bewusst nicht behandelt; dies hätte den Umfang
des Lehrbuchs bei Weitem gesprengt. Zu diesen Spezialthemen gibt es
ausgezeichnete Bücher, auf die im Literaturverzeichnis verwiesen wird. Auch
die umfangreiche Sammlung der Normalherstellungskosten (NHK) wurde nicht
aufgenommen, da es dafür Spezialwerke gibt, die in die Bibliothek eines jeden
Sachverständigen gehören. |
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Lehrbuch zur Immobilienbewertung (unter Berücksichtigung der ImmoWertV) 3. Auflage 2010 (Sommer
/ Kröll)
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Geleitwort
von Professor Wolfgang Kleiber: Auf den ersten Blick ist das vorliegende Lehrbuch –
nunmehr nach Einführung der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV)
in dritter Auflage – recht ungewöhnlich. Es
richtet sich in der Zielstellung der Autoren zunächst an den Einsteiger,
indem gleichsam bei Null angefangen wird. Der Grundlagenteil A ist derart konzipiert,
dass im Selbststudium eine solide Basis zur Wertermittlung geschaffen werden
kann, wobei nicht zuletzt die vielen ausgewählten Beispiele und Selbstkontrollaufgaben
dazu beitragen. Allein schon dieser Teil sollte als Pflichtlektüre so manchem
napoleonisch selbstgekrönten Sachverständigen anempfohlen werden, denn es
finden sich Passagen, die weitgehend nicht zu deren Wissens- und
Erfahrungsschatz gehören. Er möge nur den jeweils vorausschauenden Überblick
eines jeden Kapitels lesen und daraufhin die zugehörige Zusammenfassung. So
werden selbstinstruierend Defizite aufgespürt und es wird die Chance geboten,
diese dann unmittelbar zu schließen. Allein schon dieser Teil A geht weit
über das hinaus, was in so manchen „Intensivseminaren“ zur Grundstückswertermittlung
vermittelt wird. Der
eigentliche Kern des Lehrbuchs ist der Vertiefungsteil B, welcher wegen des
zum Teil A analogen didaktischen und inhaltliches Aufbaus eine mühelose
Navigation ermöglicht. Man muss nun aber nicht mehr unbedingt Stein auf Stein
setzen; man kann sich besonders interessierende Abschnitte gezielt herausgreifen.
Es werden auch für sicherlich nicht wenige Leser schon zu Beginn einige Überraschungen
präsentiert, wie zum Beispiel die Betrachtung einer Wertermittlung
hinsichtlich ihrer Zeitachse (Kap. 6), die Erschließung im weiteren Sinne
auf drei Ebenen (Abschnitt 7.5), die Vergleichbarkeit von Marktsituationen
(Abschnitt 8.3.3) sowie der Analogieschluss als universelles Wertermittlungsprinzip
(Abschnitt 8.4). Das sehr umfassende Kapitel 9 über die Vertiefungen zum
Ertragswert beschäftigt sich erfreulicherweise schwerpunktmäßig mit dem
Liegenschaftszinssatz und der damit unmittelbar zusammenhängenden Problematik
der Inflationsneutralität im Ertragswertmodell nach ImmoWertV (Abschnitte
9.9 bis 9.11). Im Kapitel 10 über die Vertiefungen zum Sachwert üben die
Autoren im Abschnitt 10.5 auch mutige Kritik am Sachwertverfahren, was in
einschlägiger Literatur oftmals zu kurz kommt und was sicherlich Anlass für
fruchtbringende Diskussionen sein wird. „Mathematik
fängt bekanntlich erst richtig an, wenn das Rechnen aufhört.“ Diese Botschaft
wird zu Beginn des Kapitels 11 über den abschließenden Verkehrswert auf die
Wertermittlung übertragen, was manche Leser möglicherweise aufhorchen lässt.
Die Autoren haben in erstaunlicher Breite alle Aspekte aus ihrer täglichen
praktischen Sachverständigentätigkeit systematisch zusammengetragen, die es
bei einem abschließenden gutachterlichen Urteil geben kann. Auch dies ist in
dieser geballten Form in der einschlägigen Literatur neu. Mit dem
Kapitel 12 über mathematische Grundlagen kann sich der Leser gleichsam
geschützt vor den Blicken seiner Kollegen wieder mit diesem meist ungeliebten
aber für das Verständnis vieler Wertermittlungsfragen notwendigen
Handwerkszeug vertraut machen. Man
merkt spätestens im Kapitel 13 über ausgewählte besondere Instrumente, dass
die Autoren auch betriebswirtschaftlichen Sachverstand in das Lehrbuch haben
einfließen lassen. Ob diese Instrumente die Wertermittlung entscheidend
voranbringen, möge jeder Einzelfall zeigen. Erfrischend ist jedoch auf jeden
Fall, dass der Discounted Cash-Flow entzaubert wurde (Abschnitt 13.6). Mit
der Renditeanalyse (Abschnitt 13.7) werden Kennzahlen abgeleitet, welche über
eine Wertermittlung einen Einstieg in ein Immobiliencontrolling erlauben. Für
Architekten, die auftragsgemäß das Vermögen ihrer Auftraggeber in Beton
gießen aber auch für Wohnungsverwalter, denen fremdes Vermögen anvertraut
wurde, könnte dieser Abschnitt besonders hilfreich sein. Der Teil
C beschäftigt sich mit der praktischen Tätigkeit des Sachverständigen und
beinhaltet das notwendige Handwerkszeug außerhalb des reinen Wertermittlungswissens;
eine Pflichtlektüre für jeden Neuling. Besonders hilfreich sind dabei die
Ausführungen über Inhalt und Aufbau von Gutachten (Kapitel 15) und die
Beispielgutachten selbst (Kapitel 17). Man merkt spätestens an dieser Stelle,
dass die Autoren an der Front und nicht nur in ihrem Elfenbeinturm zu Hause
sind. Im
Kapitel 16 über die Gutachtenrevision wird der einzigartige Versuch unternommen,
eine Systematik in der Vorgehensweise bei der Prüfung vorliegender Gutachten
darzustellen. Einige brisante Feststellungen wie zum Beispiel über
„Sachverstandsdefizite“ (Abschnitt 16.4.2.3) oder „Wes Brot ich ess, des Lied
ich sing...“ (Abschnitt 16.4.2.5), um nur einige zu nennen, werden sicherlich
nicht ohne Widerspruch bleiben. Sie regen aber zum Nachdenken an und dies ist
wohl von den Autoren auch so gewollt. ./. Auf den
zweiten Blick ist dieses Lehrbuch mehr als nur ein Einführungswerk. Es
enthält eine Fülle von Aspekten, die einen langjährig erfolgreich tätigen
Sachverständigen den Horizont erweitern helfen. Insofern gehört auch dieses
Buch in seine Handbibliothek. Es regt
zur Diskussion an und liest sich mit seinen vielen erläuternden Anekdoten
passagenweise sogar erfrischend humorvoll aber auch mit teilweise erhobenem
Zeigefinger: Wo zum Beispiel steht einschlägig beschrieben, dass es einen
„Liegenschaftszins“ gar nicht gibt? (im Abschnitt 9.9.6) Prof.
Dipl.-Ing. Wolfgang Kleiber (F.R.I.C.S.) |
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Beschreibung eines Lehrgangs auf Basis dieses Lehrbuchs